Eine österreichische Marke mit Geschichte seit 1947. Designpreise, Pionierarbeit und eine Philosophie, die nie dem Zeitgeist folgte.
EUDORA war in seiner Blütezeit der größte österreichische Waschmaschinenhersteller — mit einem eigenen Werk in Wels, Oberösterreich, über 200 Mitarbeitern und europäischer Strahlkraft. Technische Pionierarbeit, eigene Motoren- und Trommelfertigung, Designpreise: das Welser Unternehmen hatte sich zu einem europäisch anerkannten Nischenhersteller entwickelt.
Das Werk in Wels gibt es nicht mehr. Als Wiener Unternehmen führen wir heute die EUDORA-Traditionsmarke weiter — ohne eigene Produktion, aber mit derselben Überzeugung: keine Wegwerfgeräte, keine Kompromisse bei Reparierbarkeit.
Die Babynova-Kompaktmaschinen entstehen in unserer Manufaktur — mit denselben Konstruktionsprinzipien wie seit Jahrzehnten: Chromnickelstahltrommel, nicht verschweißter Bottich, vollständig zerlegbar. Wie damals in Wels, nur in kleinen Stückzahlen, mit handwerklicher Sorgfalt.
Einen Blick in die Manufaktur →
Karl Steininger gründet in Wels, Oberösterreich, die Firma "Fa. Karl Steininger — Pumpenerzeugung". Noch im selben Jahr plant und baut EUDORA eine der ersten Waschmaschinen Österreichs — einen Holzbottich-Automaten.
Frühe Ausstellungen belegen die Pionierstellung: EUDORA präsentiert seine „selbstarb. Waschmaschine und Wäschepresse" — damals eine Neuheit auf der Internationalen Handelsmesse Wien.
1950 entwickelt EUDORA die erste Trommelwaschmaschine — mit festem Brennmaterial zu heizen, aber mit elektrischem Antrieb und kupfer- und feuerverzinkter Stahltrommel.
1951 kommt eine vollständig elektrisch beheizte EUDORA-Trommelwaschmaschine auf den Markt — einer der ersten Frontlader Europas. 20 Mitarbeiter erzeugen zwei Maschinen wöchentlich.
Das Werk in Wels wächst. Die Motorenfertigung produziert in eigenen Hallen. EUDORA stellt bereits 60 % der Bauteile selbst her — ein Anspruch an Fertigungstiefe, der die Marke bis heute prägt.
1956 vereint EUDORA Wasch- und Wringfunktion im „Känguruh". Ende der 1950er: halbautomatische Maschinen als eines der ersten europäischen Unternehmen.
1965 setzt EUDORA mit dem ersten Waschvollautomaten neue Maßstäbe: schmale Außenmaße, 3-kg-Fassungsvermögen, Waschzeit nur 72 Minuten — ein Jahrzehnte später noch immer einzigartiges Konzept.
EUDORA bringt das Goldkind auf den Markt: die bis dato kleinste Trommelwaschmaschine der Welt. 1989 folgt die Babynova — 68 × 46 × 46 cm, bis heute ohne direktes Gegenstück in dieser Kompaktklasse.
„So nahm EUDORA schon mit der Konstruktion des ersten Waschvollautomaten einen aktuellen Trend vorweg und baute, im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern, bereits 1965 Waschvollautomaten mit damals unüblichen schmalen Außenmaßen."
Aus dem Basis-Info, 1995
EUDORA präsentiert sein gesamtes Sortiment auf europäischen Fachmessen. Das Unternehmen aus Wels hat sich als fester Begriff in der europäischen Haushaltstechnik etabliert.
EUDORA beauftragt Ferdinand Alexander Porsche mit dem Design der Supernova. Innerhalb von 4 Monaten die meistverkaufte Waschmaschine Österreichs. Österreichischer und Deutscher Designpreis 1988/89. Dauerhaftes Ausstellungsstück im London Design Museum.
Die Babynova wird eingeführt — 68 × 46 × 46 cm, in dieser Klasse bis heute ohne direktes Gegenstück. Konzipiert für den wachsenden Markt der Einpersonenhaushalte.
Werkskundendienst
Als einziger österreichischer Hersteller hatte EUDORA einen eigenen Werkskundendienst — Vor-Ort-Service, lange bevor es als Branchenstandard galt.
Die Babynova-Geräte erhalten als erste Waschmaschinen das österreichische Nachhaltigkeitssiegel des Normungsinstituts (ON CERT). Alle fünf Modelle werden mit der Einstufung „ausgezeichnet" zertifiziert — der bestmöglichen Stufe. Das Zertifikat wird bei einer Fachveranstaltung am Österreichischen Normungsinstitut von Staatssekretärin Christa Kranzl persönlich überreicht.
Kriterium für die Zertifizierung: Geräte müssen durch Schraubverbindungen vollständig zerlegbar und reparierbar sein — keine verschweißten Konstruktionen.
Die heutigen Kompaktmaschinen sind konsequente Weiterentwicklungen der ursprünglichen Babynova-Idee: 3 kg, kompakteste Abmessungen, lebenslang reparierbar. ON CERT zertifiziert mit Einstufung „ausgezeichnet" — der bestmöglichen Stufe.
Produziert in unserer Manufaktur — mit denselben Werkzeugen und Materialien wie seit 1947. Mehr zur Manufaktur →
Das Erfolgsrezept? Unternehmerische Selbständigkeit, technische Innovationen, zuverlässige, ökonomische Produkte und Selbstbewußtsein als Nischenprodukt.
KR Karl Steininger — Firmengründer und Konstrukteur
EUDORA setzte sich nie dem Wettbewerb bei Massenwaren aus, sondern suchte und fand geeignete Marktnischen. Während alle anderen 5-kg-Maschinen bauten, baute EUDORA schon 1965 Vollautomaten mit 3 kg und schmalen Außenmaßen.
1973 brachte EUDORA die kleinste Trommelwaschmaschine der Welt auf den Markt — für Einpersonenhaushalte, die damals noch kaum jemand als Marktsegment wahrnahm. Heute ist das Konzept aktueller denn je.
Diese Konsequenz prägt auch das heutige Sortiment: Keine Kompromisse bei Reparierbarkeit, keine Wegwerfgeräte, keine Massenware. Nur Maschinen, die ein Leben lang halten sollen — und es tun.
Das EUDORA-Sortiment auf der Messe 1985 — von der kleinsten bis zur größten Maschine
Vier Modelle. Eine Philosophie. Seit 1947 in österreichischen Haushalten.